Die Unterschiede beim direkten und indirekten Grillen

Das direkte Grillen ist für die meisten Grillfans die beliebteste Garmethode. Aber nicht jedes Grillgut darf einfach direkt auf den Grillrost aufgelegt und erhitzt werden. Um Speisen optimal zuzubereiten bedarf es jeweils einer individuellen Grilltechnik und Gartemperatur. In diesem Artikel stellen wir die beiden wichtigsten Grund Grilltechniken vor: Das direkte und indirekte Grillen.

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Wie läuft das direkte Grillen ab?

Das direkte Grillen kann man sich vorstellen wie das Anbraten in einer Pfanne. Man zündet den Gasgrill, stellt alle Brenner auf maximale Stufe und erhitzt den Grill auf hohe Temperatur. Bei über 250°C wird das Grillgut anschließend auf den Grillrost aufgelegt. Da die Hitze aber nur von unten einseitig kommt, muss das Grillgut nach kurzer Zeit einmal gewendet werden. Dafür nimmt man am besten eine lange Grillzange zu Hand. Entgegen dem Mythos dass sich die Poren beim heißen Grillen verschließen, geht es eher um den Effekt der Karamellisierung und Gerinnung der eine saftig, leckere Kruste zaubert. Der Fleischsaft wird so im Inneren gehalten und das Grillgut bleibt zart und sehr geschmackvoll. Durch die hohen Temperaturen entsteht auf dem Grillgut auch ein bei Grillfans so beliebtes “Branding”. Damit sind Grillstreifen oder Grillmuster gemeint.

Welche Speisen können mit der direkten Grillart zubereiten?

Mit der direkten Grillmethode werden Steaks, Putenfilets, Würstchen, Spieße, Bauch, Nackensteaks oder Hamburger in wenigen Minuten zubereitet. Also Speisen die eine maximale Garzeit von 25 Minuten benötigen. Je nach Temperatur variieren natürlich die Garzeiten.

Was sind die Vorteile & Nachteile beim direkten Grillen?

  • Schnelle Garzeiten von maximal 25 Minuten, für größere Feiern und Feste geeignet
  • “Brandings” für´s Auge: Der heiße Grillrost brennt die typischen Grillstreifen ins Grillgut
  • Krustenbildung: Durch hohe Temperaturen entsteht eine leckere Kruste und Aroma
  • Fleisch bleibt saftig und kann nicht austrocknen
  • Mit der indirekten Grilltechnik kombinierbar
  • Durch hohe Temperaturen kann Grillgut schnell verbrennens
  • Verbrennungsgefahr bei Hitze

Indirektes Grillen

Indirektes Grillen ist die am zweithäufigsten angewendete Grillmethode. Wie der Name bereits verrät, wird beim indirekten Grillen keine direkte Hitze eingesetzt. Um diese Grilltechnik anwenden zu können, wird mindestens ein 2-Brenner Gasgrill  benötigt. Zudem sollte beide Brenner abschalt- und regulierbar sein. Mit der indirekten Grillmethode lassen viele Speisen besonders geschmackvoll zubereiten.

Was bedeutet indirektes Grillen?

Kommen wir nun zu einer weiteren wichtigen Grilltechnik, dem indirekten Grillen. Mit der indirekten Grillechnik lassen sich vor allem temperaturempfindliche Speisen zubereiten. Bei einer mäßigen Temperatur von ca. 180°C werden Speisen schonender gegart

Welche Speisen lassen sich mit der indirekten Grillmethode grillen?

  • Bierhähnchen
  • Spare Ribs
  • Lammkeulen
  • Spanferkel
  • größere Fleischbraten
  • Gemüse
  • Fisch
  • Nachspeisen

und alle weiteren Speisen die man auch Zuhause im Backofen zubereiten würde.

Wie funktioniert indirektes Grillen?

Das Grillgut wird seitlich versetzt, sodass es keiner starken Hitze ausgesetzt ist. Bei einem Mehrbrenner Gasgrill werden die mittleren Brenner abgeschaltet und die seitlichen reduziert. Das Grillgut wird über dem abgeschalteten Brenner platziert.

Das indirekte Grillen läuft etwa so ab wie das Backen im Umluft – Ofen. Durch die ungleichmäßige Hitzeverteilung beginnt die heiße Luft im Inneren zu Zirkulieren. Das  Grillgut wird so von allen Seiten umströmt. Die Gefahr des einseitiges Anbrennens besteht so nicht.

Der Aufwand beim indirekten Grillen ist je nach Grillgut und Volumen um einiges höher und kann bis zu mehrere Stunden dauern. Die saftigsten Fleischbraten lassen sich mit einem Drehspieß erzielen.

Tipps zum indirekten Grillen

  • Unter das Grillgut kann man eine Fettauffangschale stellen. Die beim Grillen austretende Flüssigkeit kann später als leckere Fleischsoße verwendet werden
  • Um den Garvorgang nicht zu unterbrechen sollte der Grilldeckel während dem Garprozess nicht unötig geöffnet werden

Vorteile & Nachteile beim indirekten Grillen

  • Schonender Garprozess ermöglicht noch saftigeres, zartes Grillgut
  • Grillgut muss weniger gewendet werden – entspanntes Grillen
  • viele Speisen können mit der indirekten Methode zubereitet werden
  • längere Garzeit
  • höherer Gasverbrauch
  • Es wird mindestens ein 2-Brenner Gasgrill benötigt bei dem sich ein Brenner abschalten lässt

Was ist die 50 % – 50% Methode?

Neben den beiden Standardmethoden gibt es allerdings auch noch eine leicht abgeänderte Grilltechnik Variante. Mit der sogenannten 50% – 50% Methode lassen sich beide Grillmethoden vereinen. Zunächst beginnt man wie beim direkten Grillen und heizt den Gasgrill auf hohe Temperatur auf. Anschließend grillt man das Grillgut an den Außenseiten scharf an und regelt den Gasgrill auf die indirekte Variante herunter. Die Außenseiten des Fleischbratens lassen sich durch gelegentliches Auftragen von Öl oder Grillsoßen kross und knusprig halten, während das innere Fleisch sehr zart bleibt.

Veröffentlicht von Tom Bischoff

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