Plankengrillen – Plank Grilling aus der USA und Kanada

Mit Plankengrillen ist jetzt endlich wieder Abwechslung am Grill angesagt. Das Grillen auf Holzplanken stammt von einer indianischen Tradition ab. Damals wurde bereits Grillgut über offenem Feuer gegart. Später wurde die Grilltechnik in Kanada und USA wiederentdeckt (engl= Plank Grilling), wenn damals auch nur im Backofen angewandt.

Immer nur Hamburger, Steaks und Co. sind auf Dauer einfach zu langweilig. Beim Plankengrillen verleiht eine Holzplanke dem Grillgut ein ganz spezielles Aroma. Also weg mit dem alten Rezept, jetzt gibt es geräucherten Lachs vom Grill. Aber auch Fleisch, Gemüse und Geflügel funktioniert auf Grillplanken. Wie Plank Grilling richtig geht, erklären wir hier!

plankengrillen

Was ist Plankengrillen?

Plankengrillen, also das Grillen auf einer Holzplanke ist ähnlich wie das indirekte Grillen. Die Holzplanke wird direkt auf den Grillrost gelegt und schützt das Grillgut sozusagen vor der starken Hitze. Auf der Planke wird das Grillgut aufgelegt. Das Durchdringen der Hitze durch die Planke verleiht dem Grillgut einen ganz besonderes Holzduft. Dabei kann man natürlich mit der Holzart variieren und andere Geschmäcker erzielen.

Wie funktioniert das Plankengrillen?

Bevor man Hals über Kopf die Grillplanke auf den Grill legt, sollte man sich zunächst erst ausgiebig informieren. Wichtig ist nämlich die Holzplanke vor dem Einsatz für einige Stunden einweichen. Dies kann in einem tiefen Eimer oder sonstige Gefäß geschehen. Wichtig ist dabei außerdem, dass sie komplett unter Wasser liegt. Am besten hilft hier ein schwerer Gegenstand den man auf die Planke auflegen kann um so zu beschweren. An dieser Stelle lässt sich der Holzplanke ein extra Aroma verleihen. Man gibt einfach sein Lieblingsgetränk mit in das Gefäß. Dies kann zum Beispiel Bier, Whisky, Wein oder sonstiger Alkohol sein. Natürlich gehen auch Fruchtsäfte, wie Orangen- oder Apfelsaft.

Die von der Holzplanke aufgenommene Flüssigkeit verhindert später ein Verbrennen der Holzplanke. Ebenso schont es das aufgelegte Grillgut vor zu starker Hitze und dem Austrocknen.

Wie grillt man denn nun mit der Holzplanke?

Bevor man das Grillgut auf die Holzplanke auflegt, wird diese zunächst über direkter Hitze getrocknet. Ausreichend sind hier bereits drei Minuten. Auf dem Grill sollte man nun für zwei Hitzezonen sorgen, der direkten, sowie indirekten Hitze. Ein Temperatur von 150 bis 180 Grad Celsius ist an dieser Stelle vollkommen ausreichend.

Das Grillgut kann nun zunächst im indirekten Grillbereich garen, bis der gewünschte Garpunkt erreicht ist. Beim Auflegen ist darauf zu achten, dass das Grillgut genügend Abstand zum Rand der Planke aufweist.

Wichtig ist ebenso, stets den Grilldeckel geschlossen zu halten. Ansonsten würde Temperatur, sowie wertvoller Rauch verloren gehen. Später kann es je nach Belieben auch nochmal durch den direkten Hitzebereich gezogen werden. Die direkte Hitze lässt die Holzplanke ordentlich rauchen und entfaltet ein stärkeres Aroma.

Die Möglichkeit die Grillplanke von Anfang an in den direkten Hitzebereich zu legen existiert natürlich auch. Allerdings brennt die Planke dadurch schneller ab und es steigt mehr Rauch auf. Besondere Griller bevorzugen es das frisch gegrillte Grillgut direkt von der Planke zu verzehren. Also Handschuhe nicht vergessen und die Platte mit einer Grillzange umlegen.

Welche Holzplanke ist zum Plankengrillen geeignet?

Im Grunde genommen kann jedes vorhandene Stück Holz. auch aus dem Garten genommen werden. Wichtig ist, dass das Holz unbehandelt sein muss und kein Harz enthalten darf.

Der Unterschied zu den im Handel erhältlichen ist jedoch, dass diese speziell für das Plankengrillen vorgesehen sind. In den USA wird überwiegend Zeder- oder Hickoryholz zum Grillplanken eingesetzt. Hickory wird vor allem für Schweine- oder Rindfleisch empfohlen.

Zedernholz ist mit Ölen versehen und erzeugt einen stärkeres Aroma beim Grillvorgang. Fisch oder Lachs gelingen hervorragend in Kombination mit einer Zedernholz Planke.

Ebenso geeignet sind auch vorkommende Hölzer wie Buche, Ahorn, Erle, Kirsche, Nuss- oder Apfelbaum. Wer einen Schreinerkumpel hat, kann diesen mal anhauen. In Schreinereien fällt oft Holzabfall an.

Was muss sonst beim Grillen mit einer Holzplanke beachten werden?

Auf jeden Fall muss die Holzplanke die geeignete Größe haben. Bei einer zu großen Planke lässt sich der Grilldeckel vermutlich nicht schließen. Holzplanken sollten am besten zehn Zentimeter breit sein und etwa einen Zentimeter Stärke aufweisen. Dies ist stabil genug um das Grillgut zu schützen. Außerdem verformen und verbrennen sie dann nicht so schnell. Wer mehr Platz benötigt, um größere Menge zu Grillen, kann eine weitere Grillplanke auflegen.

Bei den ersten Experimente mit einer Holzplanke sollte man stets die Temperatur im Auge halten. Ist diese zu hoch, kann die Planke schnell Feuer fangen. Vor allem bei einem Holzkohlegrill kann dies schnell passieren. Bei den ersten Anzeichen von Rauch, sollte die Planke schnell in den indirekten Bereich gelegt werden. Falls es doch zu Flammen kommt, die Holzplanke mit der Grillzange runternehmen und versuchen sie auspusten.

Kann die Holzplanke mehrfach verwendet werden?

Dies hängt von der Qualität des Holzes, sowie der Anwendung ab. Wenn die Holzplatte nach der Nutzung noch ausreichend Stärke aufweist und nicht verkohlt aussieht, kann sie weiter verwendet werden. Bei gewissenhafter Anwendung kann die gleiche Holzplanke auf jeden Fall mehrmals eingesetzt werden. Zum Reinigen kann einfach heißes Wasser und einer Bürste eingesetzt werden. Spülmittel sollte nicht angewandt werden, da dies in das Holz einziehen könnte.

Welcher Grill eignet sich für das Plankengrillen?

Für das Plankengrillen können alle Grills eingesetzt werden, die über einen Deckel sowie ein Thermometer verfügen. Dabei spielt es keine Rolle ob Gasgrill oder Holzkohlegrill. Auch Elektrogrills sind dafür geeignet.

Die Vorteile des Grillens mit einer Holzplanke

Günstig in der Anschaffung: Eine Holzplanke ist bereits für wenige Euro zu haben. Ein Tischlerfreund erhält sie eventuell sogar umsonst. Neben der holzplatte ist sonst kein weiteres Zubehör von Nöten.

Schonende Zubereitung des Grillguts: Da das Grillgut nur der indirekten Hitze ausgesetzt ist, wird es besonders sanft zubereitet. Als Ergebnis erhält man einen zarten Lachs oder zartschmeckendes Schweinefilet.

Raucharoma: Beim Grillen mit einer Holzplanke können verschiedene Raucharomen erzeugt werden. Je nach Holzplanke erhält so jeder seinen Lieblingsduft.

Einfach zu bedienen: Grillen mit einer Grillplanke ist schnell gelernt. Man muss dafür kein Experte zu sein. Ruck zuck hat mit die Temperatur, sowie die Rauchentwicklung im Griff.

Welche Nachteile hat das Plankengrillen?

Lange Vorbereitungszeit: Vor dem Einsatz der Holzplanke muss diese für einige Stunde im Wasser verweilen. Gut geplant ist hier jedoch halb gewonnen.

Verschleiß: Je nach Einsatz müssen Holzplanken nach einigen Einsätzen getauscht werden. Spätestens wenn sie dunkel schwarz verbrannt aussehen, muss eine Neue her.

Fazit: Plankengrillen – Lachsfans werden staunen

Grillfans die gerne Lachs verzehren oder auf zarten Fischgeschmack stehen, kommen mit einer Holzplanke voll auf ihre Kosten. Durch verschiedene Holzarten können diverse Aromen erzeugt werden. Wir empfehlen das Holzplanken unbedingt mal auszuprobieren und Freunde und Familie zu überraschen.

Passende Holzplanken für den Grill

Veröffentlicht von Tom Bischoff

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